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Wie funktionieren ETFs und Indexfonds?

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ETFs sind börsengehandelte Fonds, deren Konstruktionsprinzip darin besteht, einen Index möglichst exakt nachzubilden. Solche Indexfonds haben in den letzten Jahren einen ungeahnten Boom erlebt. Das liegt daran, dass sich mit ihnen sehr kostengünstig in ganze Märkte investieren lässt.
Die Indexnachbildung bei ETFs funktioniert einfach. Das Fondsmanagement erwirbt Papiere genau in der Zusammensetzung und Gewichtung, in der sie auch im jeweiligen Referenzindex enthalten sind. Das wird zwar nicht immer zu hundert Prozent so umgesetzt und bei einigen Fonds
findet die Indexnachbildung auch über eine Tauschvereinbarung mit einem Partner statt. Aber vom Prinzip her folgen ETFs diesem Konzept. Der Erwerb eines ETF ist daher für Anleger so, als ob sie alle in einem Index enthaltenen Titel einzeln entsprechend ihrem Marktanteil kaufen würden.

Was passives Fondsmanagement bedeutet 

Die Fondsanteile können sich nicht wesentlich anders entwickeln als ihr Referenzindex. Das macht Indexfonds besonders transparent. Ein Blick auf die Indexentwicklung genügt, um jederzeit zu wissen, wo der Fonds steht. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, in Kursindizes oder 
in Performanceindizes zu investieren. Bei Kursindizes wird die reine Kursentwicklung abgebildet, bei Performanceindizes wird der Markterfolg unter Einbeziehung von Ertragsausschüttungen (Dividenden, Zinsen) nachvollzogen. 

Im Unterschied zu aktiv gemanagten Fonds verhält sich das Fondsmanagement bei ETFs weitgehend passiv. Die Aufgabe besteht hier darin, dafür zu sorgen, dass die Indexnachbildung auch im Zeitablauf erhalten bleibt. Nach der anfänglichen Strukturierung des Fondsvermögens
beschränkt sich das Fondsmanagement daher darauf, bei Nettozu- und -abflüssen auf das Index-Abbild zu achten, Anpassungen vorzunehmen, falls sich die Indexzusammensetzung ändern sollte und ein gelegentliches Rebalancing durchzuführen, wenn sich die Gewichte im Fondsvermögen
verschoben haben sollten. 

Warum ETFs und Indexfonds deutlich kostengünstiger sind 

Aufgrund dieses passiven Verhaltens kann fast vollständig auf Marktresearch verzichtet werden. Da das Fondsmanagement nicht spekuliert, finden auch nur selten Umschichtungen statt, die Marktbeobachtung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Indexverfolgung. 
Es ist daher unmittelbar einleuchtend, dass das Fondsmanagement bei ETFs deutlich weniger aufwändig ist als bei aktiv gemanagten Fonds. Diese Passivität schlägt sich auch in den Kosten nieder, die in Form von Gebühren an die Fondsanleger weitergegeben werden. 

Die bei ETFs zu zahlenden Gebühren machen nur einen Bruchteil der Kosten aktiver Fonds aus. Ausgabe- oder Rücknahmeaufschläge fallen hier wegen des Börsenhandels nicht an. Und die Verwaltungsgebühr für das Management ist deutlich niedriger. Es sind lediglich Kosten
für den Börsenhandel und die Depotverwahrung zu berücksichtigen. Aktiv gemanagte Fonds müssen schon um einiges besser performen als ETFs, um alleine diesen Kostenvorteil einzuholen. Das gelingt in vielen Fällen nicht.

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