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Börsenregeln – Erfolg mit Wertpapieren, ETFs und Investmentfonds

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Börsenregeln oder -weisheiten sollen die langjährigen Erfahrungen von Akteuren auf dem Parkett in einem kurzen und prägnanten Merksatz bündeln und so auch Börsenanfängern eine Richtschnur sein. Handelt es sich dabei wirklich um fundierte Empfehlungen oder um Ratschläge von der Qualität von Bauernregeln? „Sell in May and go away“ gehört ebenso wie „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ zu den bekanntesten Regeln – dies sind nur zwei Beispiele aus einem ganzen Strauß an Börsenweisheiten. Den meisten ist die Überzeugung gemeinsam, dass es bestimmte Kursmuster und Trends gibt, die sich im Zeitablauf wiederholen. Demzufolge existieren „gute“ und „schlechte“ Zeitpunkte für den Börsenein- oder -ausstieg. Durch Beachtung der Börsenregeln soll es gelingen, sich „richtig“ zu verhalten und die besten Termine nicht zu verpassen.

Effizienzmarkt-Hypothese: die meisten Börsenregeln überflüssig 

Für Anhänger der sogenannten Effizienzmarkt-Hypothese ist dies alles Humbug. Sie vertreten die Auffassung, dass an der Börse alle vorhandenen Informationen in den Kursen bereits eingepreist sind. Es ist daher auf Dauer nicht möglich, durch Ein- oder Ausstieg zum vermeintlich günstigsten Zeitpunkt besser als der Markt abzuschneiden – danach zu suchen, demnach eine vergebene Mühe. Ebenso wenig macht es Sinn, auf bestimmte Kursmuster oder Trends zu setzen, weil sich in den Kursen ausschließlich Erwartungen an die Zukunft widerspiegeln. Kursvorhersagen auf Basis vergangener Kursverläufe sind danach so treffsicher wie der Blick in die Glaskugel. 

Eine andere Sichtweise – die Börsenpsychologie  

Würden die idealtypischen Annahmen, die der Effizienzmarkt-Hypothese zugrunde liegen, auch in der Wirklichkeit zutreffen, wäre an der Richtigkeit dieser Auffassung nicht zu deuteln. In der Realität gibt es allerdings mehr oder weniger große Abstriche davon und es tobt seit Langem ein Streit zwischen Befürwortern und Kritikern, ob die These von den effizienten Finanzmärkten auch unter weniger strikten Annahmen gilt. Neuere Ansätze wie Behavioral Finance nehmen das psychologische Verhalten von Börsenteilnehmern stärker in den Blick. Danach lassen sich Phänomene wie Trends oder wiederkehrende Kursmuster doch aus dem Marktverhalten erklären. Damit könnte auch Börsenregeln, die trend- und zeitpunktorientiert sind, mehr Sinngehalt zuerkannt werden. Das Problem dabei ist nur, dass es Trends und „beste“ Zeitpunkte geben mag, es aber immer noch kaum möglich ist, sie mit den Börsenweisheiten auch zutreffend zu erkennen. 

Börsenregeln, die immer gelten 

Mehr Relevanz besitzen Börsenregeln, die zeit- und trendunabhängig anwendbar sind: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“, „An der Börse braucht es Geduld“, „Keine Aktien auf Kredit kaufen“, „Hin und Her macht die Taschen leer“ sind zeitlos gültige Weisheiten für den Handel, mit denen Sie immer auf der sicheren Seite sind. 

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